EinspeisevergĂŒtung durch das EEG 2022 in Deutschland

Förderung von Strom aus Photovoltaik in Deutschland durch das EEG (EinspeisevergĂŒtung)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG

Förderungsmöglichkeiten fĂŒr eine Photovoltaik-AnlageIm Jahr 2000 wurde vom deutschen Gesetzgeber das „Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) verabschiedet, das durch die Ermöglichung einer nachhaltigen Entwicklung der Stromversorgung unter anderem zum Ziel hat, die Neu- und Weiterentwicklung von Stromerzeugungstechnologien aus erneuerbaren Energien wie die Photovoltaik zu fördern und dadurch auch die volkswirtschaftlichen Kosten durch Energieimport zu senken und gleichzeitig den Klimaschutz voranzutreiben.

Update 10/2022 „Osterpaket“ der Bundesregierung im Herbst 2022

Die geplanten und erwarteten Förderungen fĂŒr PV-Anlagen des „Osterpakets“ bleiben vorerst noch aus. Die Bundesregierung hatte angekĂŒndigt, auch PV-Anlagen, die fĂŒr den Eigenverbrauch ausgerichtet sind, mit Förderungen zu unterstĂŒtzen – bis jetzt liegen diese Förderungen jedoch noch auf Eis.
Denn die meisten Regelungen im EEG treten erst zum 1. Januar 2023 oder nach Freigabe durch die EuropĂ€ische Kommission in Kraft – wann jedoch diese Freigabe erfolgt, ist derzeit noch ungewiss.

Folgende Neuerungen besitzen ab dem 1. Januar 2023 ihre GĂŒltigkeit:
Die 70% Deckelung fĂŒr PV-Anlagen wird abgeschafft. Damit wird ab 2023 die maximale Erzeugung möglich.
Der ErzeugungszĂ€hler fĂŒr Photovoltaik-Anlagen, die nach dem 30. Juli in Betrieb genommen wurden, entfĂ€llt. Dies bedeutet fĂŒr Besitzer der PV-Anlagen eine Erleichterung bei der Stromverkaufs-Abrechnung.
Die bereits angehobenen VergĂŒtungssĂ€tze fĂŒr Volleinspeiser werden erst nach Freigabe der EuropĂ€ischen Kommission ausgezahlt.

💡 Wer jetzt eine PV-Anlage in Betrieb nimmt (bzw. nach dem 30. Juli 2022 in Betrieb genommen hat) erhĂ€lt eine Nachzahlung nach der Freigabe.
Auch ein erleichterter Netzanschluss von PV-Anlagen ist geplant – diese Regelung wird voraussichtlich mit 2025 gĂŒltig.

Wer keinen Platz fĂŒr eine PV-Anlage auf dem Dach hat – gut aufgepasst: wenn die Mini-Solaranlage im Garten aufgebaut werden, gibt es zukĂŒnftig eine FördervergĂŒtung fĂŒr Anlagen bis 20 KW. Genauere Infos folgen hier noch in einer konkreten Verordnung.

Die EEG-Förderung in Deutschland

ErklĂ€rung zum Strompreis-Bestandteil „EEG-Umlage“

ErklĂ€rung zum Strompreis-Bestandteil „EEG-Umlage“

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Die EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Solarstrom

Im Rahmen des EEG wird u.a. die Erzeugung von Solarstrom durch eine auf 20 Jahre festgelegte VergĂŒtung fĂŒr die Einspeisung von Strom ins öffentliche Stromnetz gefördert. Dabei wird nach Zeitpunkt der Inbetriebnahme, GrĂ¶ĂŸe der Anlage (je kleiner, desto mehr) sowie nach Typ (FreiflĂ€che oder GebĂ€ude) unterschieden. Dieser VergĂŒtungssatz bleibt dann fĂŒr 20 Jahre lang konstant. Da die EinspeisevergĂŒtung tendenziell sinkt, sind entsprechend frĂŒher aktive Anlagen in dieser Hinsicht rentabler. Wenn Sie daher mit dem Gedanken einer PV-Anlage spielen, keine Zeit mehr verschenken!

PV-Anlagen: Trotz niedriger EinspeisevergĂŒtung - Eigenverbrauch lohnt sich

PV-Anlagen: Trotz niedriger EinspeisevergĂŒtung – Eigenverbrauch lohnt sich

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Außerdem wird der Selbstverbrauch fĂŒr Anlagen auf GebĂ€uden (Stichwort Eigenverbrauch) unterstĂŒtzt. Einen Überblick (ohne SelbstverbrauchsvergĂŒtung) bietet die die Tabelle bei Wikipedia)

Aktuell wird unterschieden zwischen:

  • EinfamilienhĂ€user, ZweifamilienhĂ€user (bis 10 kWp)
  • Anlagen auf NichtwohngebĂ€uden (bis 100 kWp)
  • Verwaltungen, Schulen, Hallen, Überdachungen (10-40 kWp und 40-100 kWp)

Aktuelle EEG-FördersÀtze

Aktuelle EEG-FördersÀtze

Aktuelle EEG-FördersÀtze (Quelle: Fraunhofer ISE, Stand Mai 2021)

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jedes Quartal die FördersÀtze, die sich auf die Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaik-Anlagen bezieht.
Die aktuellen FördersĂ€tze 2022 fĂŒr das aktuelle Quartal bzw. Folgequartal finden Sie hier.
Dort können Sie sich die aktuelle Excel-Tabellen kostenfrei downloaden und so erfahren, wie hoch Ihre EinspeisevergĂŒtung je nach Inbetriebnahme ausfallen wird.

Die kĂŒnftige Entwicklung der EEG-Förderung

Da die EinspeisevergĂŒtung von Strom aus Photovoltaik durch das EEG fĂŒr 20 Jahre gleichbleibend festgeschrieben wird, gab es schon seit der EinfĂŒhrung des Gesetzes Kritik an der hohen Kostenbelastung des Steuerzahlers (Umlage) ĂŒber einen langen Zeitraum. Aus diesem Grunde hat schon in den vergangenen Jahren eine schrittweise Absenkung der FördersĂ€tze stattgefunden. Insbesondere wurde mit der EEG-Novelle 2016 eine Deckelung der FördersĂ€tze beschlossen. Das bedeutet, dass die FördersĂ€tze unterschiedlich schnell zurĂŒckgehen können, je nachdem, ob viele neu zu fördernde Projekte noch hinzukommen oder nicht. Noch lohnt es sich in vielen FĂ€llen, in Photovoltaik zu investieren. Durch die erstarkten Klimaziele der EU und Deutschlands kann die nĂ€chste Novelle hier jedoch wieder eine andere Entwicklung nehmen.

Eigenverbrauch statt EinspeisevergĂŒtung

Sobald die Strompreise höher sind als die erhaltene EinspeisevergĂŒtung, macht es wirtschaftlich Sinn, den produzierten Strom selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch) und diesen nicht einzuspeisen.
Dies stellt eher ein praktisches Problem dar, dem derzeit mit neuen Solarstrompeicher-Systemen (u.a. von Tesla) begegnet wird. Denn hÀufig benötigt man den Strom nicht gerade zu dem Zeitpunkt, in dem dieser von der Photovoltaik-Anlage generiert wird.

Achtung: EEG-Umlage auf Eigenverbrauch

Die Neuerung des EEG von 2014 bestimmt, dass Betreiber grĂ¶ĂŸerer (ĂŒber 10 kWp) PV-Anlagen auf den eigenverbrauchten Strom zusĂ€tzlich eine EEG-Umlage entrichten mĂŒssen. „Normale“ Photovoltaik-Anlagen betrifft das aber nicht.

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