EinspeisevergĂŒtung durch das EEG 2023 in Deutschland

Förderung von Strom aus Photovoltaik in Deutschland durch das EEG (EinspeisevergĂŒtung)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG

Förderungsmöglichkeiten fĂŒr eine Photovoltaik-AnlageIm Jahr 2000 wurde vom deutschen Gesetzgeber das „Gesetz zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG) verabschiedet, das durch die Ermöglichung einer nachhaltigen Entwicklung der Stromversorgung unter anderem zum Ziel hat, die Neu- und Weiterentwicklung von Stromerzeugungstechnologien aus erneuerbaren Energien wie die Photovoltaik zu fördern und dadurch auch die volkswirtschaftlichen Kosten durch Energieimport zu senken und gleichzeitig den Klimaschutz voranzutreiben.

Update 2023

  • Durch das Wegfallen der 70-Prozent-Deckelung der Einspeiseleistung fĂŒr PV-Anlagen mĂŒssen Betreiber nun weder die Leistung ihrer Solaranlage begrenzen noch eine entsprechende Vorrichtung anbringen.
    Die 70-Prozent-Regelung entfiel bereits ab 14. September 2022 fĂŒr PV-Neuanlagen bis 25 kWp (Kilowatt peak), ab 01. Januar 2023 entfĂ€llt nun auch die 70 %-Deckelung fĂŒr PV-Neuanlagen unter 7 kWp.
    Von dieser Neuerung profitieren nun auch die Betreiber von Balkonkraftwerken, kleiner Solaranlagen fĂŒr den Balkon mit einer maximalen Leistung von 600 Wp (Watt peak).
  • Auf die Lieferung und Installation von PV-Anlagen entfĂ€llt mit dem Jahressteuergesetz 2022 die Mehrwertsteuer. Viele Anbieter boten ihre Anlagen auch schon vor dem 01.01.2023 zum 0%-Steuersatz an. Die Mehrwertsteuer-Befreiung gilt fĂŒr Solarmodule bis 30 kWp, Zubehör wie Wechselrichter, Kabel und Speicher sowie Ersatzteile im Reparaturfall.
  • Die Einkommenssteuer entfĂ€llt, auch rĂŒckwirkend auf Einnahmen des Steuerjahres 2022, fĂŒr Photovoltaik-Anlagen bis 30 kWp auf EinfamilienhĂ€usern bzw. fĂŒr Photovoltaik-Anlagen bis 15 kWp je Wohnung oder GeschĂ€ftseinheit auf Gewerbe-Immobilien oder WohnhĂ€usern.
    Wichtig: Die Einkommenssteuer-Befreiung beschrÀnkt sich auf 100 kWp Leistung pro Steuerpflichtigen. Die steuerliche Anmeldung beim Finanzamt entfÀllt nicht.

Die EEG-Förderung in Deutschland

ErklĂ€rung zum Strompreis-Bestandteil „EEG-Umlage“

ErklĂ€rung zum Strompreis-Bestandteil „EEG-Umlage“

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Die EinspeisevergĂŒtung fĂŒr Solarstrom

Im Rahmen des EEG wird u.a. die Erzeugung von Solarstrom durch eine auf 20 Jahre festgelegte VergĂŒtung fĂŒr die Einspeisung von Strom ins öffentliche Stromnetz gefördert. Dabei wird nach Zeitpunkt der Inbetriebnahme, GrĂ¶ĂŸe der Anlage (je kleiner, desto mehr) sowie nach Typ (FreiflĂ€che oder GebĂ€ude) unterschieden. Dieser VergĂŒtungssatz bleibt dann fĂŒr 20 Jahre lang konstant. Da die EinspeisevergĂŒtung tendenziell sinkt, sind entsprechend frĂŒher aktive Anlagen in dieser Hinsicht rentabler. Wenn Sie daher mit dem Gedanken einer PV-Anlage spielen, keine Zeit mehr verschenken!

PV-Anlagen: Trotz niedriger EinspeisevergĂŒtung - Eigenverbrauch lohnt sich

PV-Anlagen: Trotz niedriger EinspeisevergĂŒtung – Eigenverbrauch lohnt sich

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Außerdem wird der Selbstverbrauch fĂŒr Anlagen auf GebĂ€uden (Stichwort Eigenverbrauch) unterstĂŒtzt. Einen Überblick (ohne SelbstverbrauchsvergĂŒtung) bietet die die Tabelle bei Wikipedia)

Aktuell wird unterschieden zwischen:

  • EinfamilienhĂ€user, ZweifamilienhĂ€user (bis 10 kWp)
  • Anlagen auf NichtwohngebĂ€uden (bis 100 kWp)
  • Verwaltungen, Schulen, Hallen, Überdachungen (10-40 kWp und 40-100 kWp)

Aktuelle EEG-FördersÀtze

Aktuelle EEG-FördersÀtze

Aktuelle EEG-FördersÀtze (Quelle: Fraunhofer ISE, Stand Mai 2021)

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht jedes Quartal die FördersÀtze, die sich auf die Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaik-Anlagen bezieht.
Die aktuellen FördersĂ€tze 2023 fĂŒr das aktuelle Quartal bzw. Folgequartal finden Sie hier.
Dort können Sie sich die aktuelle Excel-Tabellen kostenfrei downloaden und so erfahren, wie hoch Ihre EinspeisevergĂŒtung je nach Inbetriebnahme ausfallen wird.

Die kĂŒnftige Entwicklung der EEG-Förderung

Da die EinspeisevergĂŒtung von Strom aus Photovoltaik durch das EEG fĂŒr 20 Jahre gleichbleibend festgeschrieben wird, gab es schon seit der EinfĂŒhrung des Gesetzes Kritik an der hohen Kostenbelastung des Steuerzahlers (Umlage) ĂŒber einen langen Zeitraum. Aus diesem Grunde hat schon in den vergangenen Jahren eine schrittweise Absenkung der FördersĂ€tze stattgefunden. Insbesondere wurde mit der EEG-Novelle 2016 eine Deckelung der FördersĂ€tze beschlossen. Das bedeutet, dass die FördersĂ€tze unterschiedlich schnell zurĂŒckgehen können, je nachdem, ob viele neu zu fördernde Projekte noch hinzukommen oder nicht. Noch lohnt es sich in vielen FĂ€llen, in Photovoltaik zu investieren. Durch die erstarkten Klimaziele der EU und Deutschlands kann die nĂ€chste Novelle hier jedoch wieder eine andere Entwicklung nehmen.

Eigenverbrauch statt EinspeisevergĂŒtung

Sobald die Strompreise höher sind als die erhaltene EinspeisevergĂŒtung, macht es wirtschaftlich Sinn, den produzierten Strom selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch) und diesen nicht einzuspeisen.
Dies stellt eher ein praktisches Problem dar, dem derzeit mit neuen Solarstrompeicher-Systemen (u.a. von Tesla) begegnet wird. Denn hÀufig benötigt man den Strom nicht gerade zu dem Zeitpunkt, in dem dieser von der Photovoltaik-Anlage generiert wird.

Achtung: EEG-Umlage auf Eigenverbrauch

Die Neuerung des EEG von 2014 bestimmt, dass Betreiber grĂ¶ĂŸerer (ĂŒber 10 kWp) PV-Anlagen auf den eigenverbrauchten Strom zusĂ€tzlich eine EEG-Umlage entrichten mĂŒssen. „Normale“ Photovoltaik-Anlagen betrifft das aber nicht.

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